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Sail GP: Platz 10 für deutsches Team, Wingbruch bei Australien

Der Bruch des mächtigen, 24 Meter hohen Flügelriggs des australischen Teams sorgte für dramatische Momente beim Sail GP Event vor San Francisco. © Simon Bruty für SailGP

Bis zu 17 Knoten Wind sorgten beim Sail GP Event vor der US-Metropole San Francisco für perfekte Bedingungen für die foilenden F50-Katamarane. Während sich Titelverteidiger Spanien den ersten Saisonsieg sicherte, kam das deutsche Team über Platzierungen im Mittelfeld nicht hinaus. Für dramatische Schrecksekunden bei Seglerinnen und Seglern sowie den vielen Zuschauern vor Ort und bei der Live-Übertragung sorgte ein Wingbruch des australischen Teams, bei dem zum Glück niemand verletzt wurde.

„Ich habe gehört, wie es hinter uns gekracht hat und gesehen, wie der Wing heruntergeflogen ist“, berichtet Erik Heil, Steuermann des deutschen Sail GP Teams. „Eigentlich ist der Wing das stärkste Teil des Boots – da muss etwas Heftiges passiert sein.“

Vermutlich war eine Kollision kurz vor dem Start zum siebten Fleetrace für den Bruch des Flügelriggs verantwortlich. Aufgrund der guten Ergebnisse in den vorangegangenen Rennen qualifizierte sich das australische Team mit Steuermann Tom Slingsby dennoch für das Finalrennen der besten Drei, konnte daran aber schlussendlich nicht teilnehmen. So bekam das viertplatzierte französische Team unverhofft die Gelegenheit, sich mit dem spanischen und kanadischen Team zu messen.

Das deutsche Team um Steuermann Erik Heil haderte an diesem Rennwochenende mit schwachen Starts und Speed-Problemen. © Ricardo Pinto für SailGP

Das deutsche Team erreichte beim fünften Event der aktuellen Sail GP Saison nur einen enttäuschenden zehnten und damit vorletzten Platz. „Für uns lief es eher mittelmäßig. Wir hatten Schwierigkeiten, durchs Feld wieder aufzuholen und haben Meter verloren, was den Speed anging über den ganzen Kurs“, sagte Steuermann Erik Heil nach den Rennen und kündigte an: „Wir müssen uns sortieren und in die Daten gucken, um unseren Up- and Down Speed zu verbessern – speziell bei diesen Bedingungen.“

Das nächste Sail GP Event findet am 3. und 4. Mai 2025 vor Rio de Janeiro statt. Die Bedingungen auf dem Revier sind Erik Heil bestens vertraut: Bei den olympischen Spielen 2016 segelte er hier zusammen mit Thomas Plößel im 49er zur ersten gemeinsamen Bronzemedaille. Diesen Erfolg konnten die Segler des German Sailing Teams vier Jahre später bei den Olympischen Spielen von Tokio wiederholen.